Petrus und die Deutschen
Papst Benedikt XVI. besucht Deutschland

Man wird Jahrhunderte warten müssen – oder es wird nie mehr geschehen: Jedenfalls ist das jetzt ein historisches Ereignis. Ein deutscher Papst besucht seine deutsche Heimat. Und es ist wohl das letzte Mal, dass Benedikt XVI. das tut. Vor allem in Berlin und Erfurt wollen viele Menschen mit dem Nachfolger Petri zusammenkommen – bei Redaktionsschluss für dieses Heft galt für das Olympiastadion bereits ein Anmeldestopp, der Papstgottesdient in der thüringischen Landeshauptstadt ist auch schon längst ausgebucht. Das sind überaus positive Zeichen. Die Bedenkenträger, die vor Monaten noch gewarnt hatten: Der Papst kommt – und keiner geht hin, haben wohl von ihrem eigenen Unbehagen auf andere geschlossen.
Hauptsache bleibt, Benedikt XVI. erreicht mit seiner eigentlichen Botschaft die Menschen, auch in seiner Heimat Deutschland. Ein historisches Ereignis. Wann wieder wird ein Deutscher an der Spitze der katholischen Weltkirche stehen? Und dazu noch einer, der wie Joseph Ratzinger der gequälten Welt von heute wirklich etwas zu sagen hat.

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Das Kreuz mit dem Missbrauch
Ein Plädoyer für die Unterscheidung der Geister

Man muss unterscheiden, nicht nur die Geister, sondern auch die Sachverhalte. Der Vatikan hat unterschieden - und sah sich gezwungen eine doppelte Strategie zu fahren:
Zum einen muss er die Kirche gegen jene verteidigen, die anscheinend nur auf einen Anlass gewartet haben um mit allem abzurechnen, an dem die Kirche unbeirrt - und oft gegen den "Trend der Zeit" - festhält, dies reicht vom Lebensschutz über Homo-Ehen bis zum Zölibat. Zum andern müssen Papst und Vatikan die Kirche nun durch eine Krise im Inneren führen, dem Unfassbaren in die Augen schauen, harte Aufklärung betreiben und die Kraft für einen Neuanfang finden.
Dieses VATICAN-spezial will dazu beitragen und soll in dieser dunklen Stunde, die mancher als Verunsicherung und Prüfung des eigenen Glaubens erfährt, Kraft und Mut geben, um den Weg der inneren Reinigung zu gehen, aber auch etwas Gelassenheit vermitteln, wenn es um völlig überzogene Forderungen von außen geht.
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